Spannung liegt in der Luft: Hier einigt sich die Jury auf den Gewinner

Es ist der 27. Mai 2014, 0:17 Uhr, als sich die Jury nach einer langen enthusiastischen Debatte endlich auf einen Sieger des Körber Studios Junge Regie einigen kann.

Wir dokumentieren die spannenden Momente der Entscheidungsfindung, in der die Produktionen aus Hildesheim, München (Falckenberg) und Zürich zunächst ganz weit vorne lagen. Doch zum Schluss konnte es nur einen Gewinner geben.

Kamera: David Pechmann
Schnitt, Technik, Redaktion: Christoph Brüggemeier

Dr. Klaus Wehmeier verleiht den Jurypreis an das Hildesheimer Regieteam


Hier verleiht Klaus Wehmeier von der Körber Stiftung den Jurypreis beim Körber Studio Junge Regie 2014. Adele Dittrich Frydetzki, Kristina Dreit, Marten Flegel, Anna Froelicher, Charlotte Grief und Felix Worpenberg aus Hildesheim freuten sich über 10.000 € Produktionskostenzuschuss für ihr nächstes Projekt.

Kamera: David Pechmann
Schnitt, Technik, Redaktion: Christoph Brüggemeier

Hier wird Macchia aus Hildesheim der Publikumspreis verliehen

Um 0.47 Uhr des 27. Mai 2014 öffnete Dr. Barbara Müller-Wesemann den geheimnisvollen Umschlag. Darin: Die Lieblings-Aufführung des Publikums beim Körber Studio Junge Regie 2014.

Keine große Überraschung: Erneut gewann die Produktion “Steppengesänge” aus Hildesheim, die kurz zuvor bereits den mit 10.000 Euro dotierten Jurypreis abgeräumt hat.

Doch wo waren eigentlich die glücklichen Gewinner? Anstelle auf die Bühne im Foyer zu kommen, liefen sie wie Indianer jauzend und huhend auf der verlassenen Studiobühne hin und her – informierten mit ihren Handys zwischendrin Omas, Vatis und Freunde über ihren furiosen Sieg.

Als Adele Dittrich Frydetzki, Kristina Dreit, Marten Flegel, Anna Froelicher, Charlotte Grief und Felix Worpenberg, schließlich die Bühne betraten, ist die Preisverleihung fast schon Nebensache – immerhin hatten jetzt alle mächtig Hunger. Vier Fotos, Blumen und ab ans Buffet!

Kamera: David Pechmann
Schnitt, Technik, Redaktion: Christoph Brüggemeier

Live-Kritik: “Die Versenkung des Atom-U-Boots Kursk durch den Feigling Steven Jobs” aus Zürich

Eine absurde Komödie

Schon der Titel zu Timo Krstins Inszenierung ist ungewöhnlich. Der Zürcher Regisseur hat Bela Lugosi, Mina Murray, Michael Schumacher und dessen heimliche Schwester auf eine wirre, bunte Suche nach Steve Jobs geschickt, der nicht verstorben ist, sondern im Baikalsee die kapitalistische Weltrevolution plant. Zwischendurch wird noch gegen das Stadttheater aufgehetzt und Operngesang eingebracht. Die herausragende schauspielerische Leistung verknüpft alle losen Szenen zu einem amüsanten Theaterabend.

Kommentar: Madleen Schröder
Kamera: Angela Ölscher
Schnitt: Christoph Brüggemeier

Live-Kritik: “Das Leben ein Traum” aus Hamburg

Der König ist tot! Lang lebe der König!

Ein einsamer König, ein Prinz in Ketten und ein Volk, das vor allem anderen eine Veränderung will. Tobias Herzberg verzichtet in “Das Leben ein Traum” auf die märchenhafte Trennlinie zwischen Gut und Böse. Jeder Mensch ist das, was das Schicksal aus ihm gemacht hat. Gut und Böse können nicht voneinander getrennt werden.

Kommentar: Christoph Brüggemeier
Kamera: Angela Ölscher / Christoph Brüggemeier
Schnitt: Christoph Brüggemeier

Kritik: “Die Versenkung des Atom-U-Boots Kursk durch den Feigling Steven Jobs” aus Zürich

Szene aus der Zürcher Inszenierung | © Krafft Angerer

© Krafft Angerer

Verstrickt – in Handlung und Damenstrümpfen

So verrückt der Titel zu Timo Krstins Inszenierung, so absurd war auch die Handlung. Ein großes Durcheinander mit viel Charme und Witz. Früher oder später hat man aber den Faden verloren zwischen fiktiven Ideen und Einflüssen aus dem aktuellen Weltgeschehen. Lacher gab es dennoch.
>> weiterlesen

Jurypreis 2014

© Svenja Schulte

© Svenja Schulte

Hildesheims “Steppengesänge” hat den Jurypreis gewonnen

Die Gewinner können sich über 10.000 € Produktionskostenzuschuss für ihr nächstes Projekt freuen. Wir gratulieren Adele Dittrich Frydetzki, Kristina Dreit, Marten Flegel und Anna Froelicher, Charlotte Grief, Felix Worpenberg.

>> Mehr zu den Regisseuren
>> Alle Beiträge zum Hildesheimer Stück
>> Unsere Live-Kritik zum Siegerstück