Die Regisseure aus Amsterdam

Portraitfoto Louis Vanhaverbeke & Oneka von Schrader

Louis Vanhaverbeke und Oneka von Schrader

Einen gebrauchten Kleinstwagen kaufte Louis bei ebay und begann damit, ein Teil nach dem anderen abzuschrauben. Wann, fragte er sich, hört das Auto auf ein Auto zu sein? Wie ergibt die Kombination der Teile eine neue Mechanik? Genau das – die Kombination von Dingen – macht für Oneka bereits das Hauptwesensmerkmal einer Choreographie aus. Die beiden 26-Jährigen studieren Choreographie an der SNDO in Amsterdam. Zuvor studierte Oneka Shiatsu, Isländisch und Performance. Auf dem Festival sehen wir das Duo tanzen – für Raum, Mobilität und Freiheit.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Amsterdam

Die Regisseurin aus Berlin

Portraitfoto Jane Nora Kummer

Janne Nora Kummer

Irgendwie scheint sich Janne Nora Kummer gerne von Spielen inspirieren zu lassen. Mit “The Sensational Sensation”  brachte sie eine Performance auf die Bühne, die auf dem Brettspiel “Spiel des Lebens” basierte. Jetzt führt sie mit “Gott ist ein DJ” ein Stück auf, das in einem großen Rubik’s Cube spielt. Die studierte Bühnen- und Kostümbildnerin wählte das beliebte 90er-Jahre-Spielzeug als Metapher für die fehlende Ordnung in der Postmoderne. Es geht um Selbstinszenierung, um Vermarktung der eigenen Intimität. Und über das Fehlen einer eigenen ursprünglichen und natürlichen Identität. Seit 2011 studiert die 28-Jährige Regie an der HFS Ernst Busch in Berlin. Die Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes war bereits mit  “Die Ordnung der Dinge – GRANIT” zu sehen, einer Stückentwicklung über das Wesen der Maschine. Außerdem zeigte sie auf dem Berliner Oranienplatz mit “Hotel Europa” eine Installation, die sie gemeinsam mit der Refugeebewegung entwickelte.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Berlin

Die Regisseurin aus Essen

Portraitfoto Mizgin Bilmen

Mizgin Bilmen

Sicherlich musste sich die 31-Jährige in ihrem Germanistiktudium oft mit toten Texten aus einer längst vergangenen Lebenswirklichkeit auseinander setzen. So jedenfalls wäre es zu erklären, warum sie in “autopsie danton” herausfinden möchte, was die Todesursache für ein solches aus der Zeit gefallenes Stück war – immer mit der Hoffnung auf neue Möglichkeiten. Seit 2010 studiert Mizgin Schauspiel-Regie an der Folkwang Universität der Künste Essen/Bochum. Zuvor absolvierte sie diverse Theaterarbeiten in der freien Szene im Ruhrgebiet und eine einjährigen Regiehospitanz am Theater an der Ruhr in Mülheim bei Roberto Ciulli. Seit 2011 ist sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Seit September 2013 arbeitet sie als feste Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Essen
>> Die Regisseurin auf Facebook

Die Regisseurin aus Frankfurt

Portraitfoto Isabella Roumiantsev

Isabella Roumiantsev

Mit „Gier“ inszeniert die 25-Jährige auf dem Festival ein recht komplexes und abstraktes Stück. Umso wichtiger ist es ihr, das ihr Team ihr Vertrauen spürt. Das Bild einer dominanten, herrischen Regisseurin möchte sie jedenfalls nicht abgeben. Seit 2011 studiert Isabella Theaterregie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Zuvor hospitierte sie am Maxim Gorki Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Stadttheater Lübeck. Mit einer Szene aus “Port” von Simon Stephens, der die Performance “I am Animal”, und “Penthesilea” von Heinrich von Kleist waren bereits zahlreiche Werke der jungen Regisseurin öffentlich zu sehen.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Frankfurt

Die Regisseure aus Gießen

Portraitfotos Tilman Aumüller & Jacob Bussmann & Bettina Földesi & Ruth Schmidt

Tilman Aumüller, Jacob Bussmann, Bettina
Földesi und Ruth Schmidt

Das Regieteam kündigt ein Stück an, bei dem das Publikum genau das sieht, was es erwartet. Wenn alles was angekündigt wird unmittelbar ausgeführt wird, dann entsteht eine Einheit von Sprache und Handlung. Aber was wäre denn, wenn auch das Gedachte sofort Wirklichkeit werden würde? Die vier 29- bis 32-Jährigen lernten sich in Gießen kennen, wo sie Angewandte Theaterwissenschaft bzw. Choreographie & Performance studieren. Für die Produktion von Macchia arbeiteten sie zusammen mit Friederike Thielmann als Projektensemble des Tanzlabor21 am Mousonturm in Frankfurt.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Gießen

Der Regisseur aus Hamburg

© Andreas Schlieter

© Andreas Schlieter

Tobias Herzberg

Tobias lässt scherzen und dichten – und das in einer Tragödie. Es geht um die Freiheit des Menschen, um Manipulierbarkeit und die Unterscheidbarkeit von Leben und Traum. Der 28-jährige Jung-Regisseur lebt und träumt in Hamburg, wo er soeben sein Regie-Studium an der Theaterakademie abgeschlossen hat. Zuvor arbeitete er als Regieassistent am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Schauspiel Hannover, wo erste eigene Regiearbeiten entstanden. Mit “No Exit” nach dem Roman von  Daniel Grey Marshall wurde er 2008 zum Kaltstart-Festival eingeladen. Seine Inszenierung “Tel Aviv” nach der Erzählung von Katharina Hacker war 2011 für den Kölner Theaterpreis nominiert. Vor wenigen Wochen hat der Stipendiat des Ludwig Ehrlich Studienwerks “Titus Andronicus” nach Shakespeare auf dem Festival “150% made in Hamburg” aufgeführt.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Hamburg
>> Der Regisseur auf Facebook

Die Regisseure aus Hildesheim

© Charlotte Grief

© Charlotte Grief

Adele Dittrich Frydetzki, Kristina Dreit, Marten Flegel und Anna Froelicher

Sie sind zu viert in die Lausitz gefahren, haben ein Wolfsmuseum, Braunkohleabbau und Hobby-Indianer besichtigt. Sie haben Erfahrungen und Eindrücke gesammelt und daraus in einem gleichberechtigten Prozess einen fiktiven Reisvortrag entwickelt. Seit vier Jahren arbeitet die Gruppe bereits an solchen gemeinsamen Theaterprojekten, bei denen eine kollektive Arbeitsweise verfolgt wird. Konzeption, Umsetzung und Performance werden von allen  Beteiligten gleichermaßen durchgeführt und mit weiteren Personen realisiert. In ihren Performances interessiert sich die Gruppe für kulturelle Gesten und Erzählweisen – unter anderem des Pathetischen oder des Authentischen. Die erst 23- bis 25-jährigen Mitglieder des Regieteams haben ihre Arbeiten bereits beim Festival Transeuropa 2012 und dem Acker‘Festival Berlin gezeigt. 2014 gewann “Steppengesänge” beim Festival 100° Berlin den Jurypreis.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Hildesheim

Der Regisseur aus Ludwigsburg

© Lydia Huller

© Lydia Huller

Daniel Foerster

Gerade hat er den Nachwuchspreis für “Tanzen! Tanzen!” beim Heidelberger Stückemarkt 2014 gewonnen – und schon tritt er beim Körber Studio Junge Regie an. Dass er überhaupt nominiert wurde hat den 27-Jährigen total überrascht – immerhin hat er keine Abschlussinszenierung vorzuweisen. Ein alter Hase ist Daniel Förster trotzdem: Schon seit 2005 realisiert er eigene Projekte als Autor und Regisseur bei den Jungen Akteuren vom Theater Bremen, am Deutschen Theater in Göttingen und am TiK Berlin. Er assistierte und hospitierte am HAU Berlin, bei den Wiener Festwochen, am Theater Freiburg und am Maxim Gorki Theater Berlin. Seit 2011 studiert er Regie an der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Ludwigsburg
>> Der Regisseur auf Facebook

Die Regisseurin aus München (August Everding)

Portraitfoto Sapir Heller

Sapir Heller

Sie ist eine 25-jährige Frau, sie hat den israelischen Militärdienst verweigert, wurde deswegen verfolgt, bis sie heiratete, um nicht mehr eingezogen werden zu können. Sapirs Stück handelt von Philoktet – bei ihr ebenfalls eine Frau, die den Kriegsdienst verweigert. Als Hinkebein und Stinkfuß inszeniert Sapir ihren Philoktet mit einiger Distanz zur antiken Vorlage, aber dafür mit umso großer autobiographischen Nähe. Seit sechs Jahren lebt die junge Regisseurin in München, wo sie bald mit der hier aufgeführten Diplominszenierung ihr Regie-Studium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding abschließen wird. Zuletzt inszenierte sie “Ding” von Hanoch Levin, “Maria de Buenos Aires” von Astor Piazolla und “Für mich soll’s rote Rosen regnen” von James Edward Lyons.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus München (August Everding)
>> Die Regisseurin auf Facebook

Der Regisseur aus München (Otto Falckenberg)

© Federico Pedrotti

Florian Fischer

Er arbeitete sich durch den 1.500-seitigen Aktenbestand des Falls Mollath und spürte der Deutungshoheit von Justiz und Medizin nach. Gefesselt von der Psychiatrie als Anti-Ort der Gesellschaft knüpfte er an Kafkas „Prozess” und Horváths „Lehrerin“ an und entwickelte ein Stück über Justizirrtümer, Machtverhältnisse und Wahnsinn. Dass Florian bereits Philosophie, Geschichte und Anglistik studiert hat, konnte er sich bei der Arbeit am „Fall M.“ sicherlich zunutze machen. Als Regiestudent an der Otto-Falckenberg-Schule inszenierte er bereits E.T.A. Hoffmanns Sandmann, Heinrich von Kleists Homburg ohne Traum, Oliver Czesliks Heilige Kühe und Uli Oesterles Hector Umbra. Er assistierte bzw. hospitierte u.a. bei Meg Stuart, Johan Simons, Michael Thalheimer und Stefan Pucher.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus München (Otto-Falckenberg-Schule)
>> Der Regisseur auf Facebook

Die Regisseurin aus Salzburg

Jana Vetten

Mozarteum

Jana Vetten

Jana Vetten ist 1989 in Henstedt-Ulzburg geboren und in Bamberg aufgewachsen. Nach dem Abitur arbeitete sie als Regieassistentin am Stadttheater Bamberg und am Düsseldorfer Schauspielhaus. 2011 nahm sie ihr Regiestudium am Mozarteum Salzburg auf. Das Wintersemester 2013/2014 verbrachte sie in Norwegen an der Theatre Academy Fredrikstad.

 

 

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Salzburg

Der Regisseur aus Wien

Portraitfoto Nicolas Charaux

Nicolas Charaux

Eigentlich lässt Nicolas seine Schauspieler sonst immer recht frei frei agieren. Doch bei der “Affäre Rue de Lourcine” musste er als Regisseur alles selbst bestimmen. Damit das Stück von Eugene Labiche funktioniert musste das Timing stimmen, die Schauspieler mussten exakt nach den Charakterzügen der Figuren ausgewählt werden, die Figurenkonstellationen mussten genau nach den Vorgaben des Autors erfolgen. Harte Arbeit also – und viel Handwerk, das der 32-Jährige Franzose von der Pike auf gelernt hat. Neben einem Studium der Literaturwissenschaften absolvierte er eine Schauspielausbildung. Nun studiert Nicolas seit 2010 Regie am Max Reinhardt Seminar in Wien und arbeitet parallel bereits als freier Regisseur.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Wien

Der Regisseur aus Zürich

Portraitfoto Timo Krstin

Timo Krstin

Vielleicht ist es seiner journalistischen Vergangenheit geschuldet, dass Timo beim diesjährigen Festival ein Stück aufführt, das je nach aktueller Nachrichtenlage variiert. Überhaupt hat der 34-Jährige schon viel erlebt. Nachtwächter war er, Lektor, Pfleger, Lyriker, Autor, Vertriebsleiter, Black-Metal-Gitarrist, Platzanweiser im Kino, Radiosprecher – und eben Journalist. Dann wandte er sich dem Theater zu und studiert seit 2011 an der Zürcher Hochschule der Künste Regie. In Heidelberg und Mainz arbeitete er als Regieassistent, doch auch immer noch als Lyriker und Autor macht sich der studierte Literaturwissenschaftler einen Namen. So erscheinen seine Gedichte regelmäßig in renommierten Literaturzeitschriften. 2011 gewann er den Stuttgarter Autorenpreis für sein Stück “Apparatschik”. Er ist Gründer der freien Gruppe „Hitzkopf“.

>> Mehr Informationen zur Inszenierung
>> Alle Kritiken und Beiträge zum Stück aus Zürich
>> Der Regisseur auf Facebook
>> Der Regisseur bei Twitter