Live-Kritik: “Gott ist ein DJ” aus Berlin

Hi, Hallo, hört ihr mich? Hi!

Selbstvermarktung und Offenbarung jedes einzelnen privaten Details klingt eigentlich nach einem modernen Stück, dass sich mit Social Media auseinandersetzt. Aber Janne Nora Kummers “Gott ist ein DJ” spielt in den 90er Jahren und überflutet mit Nintendo-Musik, ehemaligen TV-Sternchen und ganz viel buntem Glitzerleuchtkram.

Kommentar: Madleen Schröder
Kamera: Angela Ölscher
Schnitt: Christoph Brüggemeier

Kritik: Hildesheim “Steppengesänge”

Szene aus "The Steppengesänge" | © Krafft Angerer

© Krafft Angerer

Der Häuptling beim Braunkohleabbau

Vier Schauspieler auf grell-weißem Untergrund lümmeln vor einer Dia-Projektionsfläche. Unauffällig sind sie gekleidet. Unauffällig bewegen sie sich auch. Ab und zu steht einer auf, wechselt seine Sitzposition oder streckt die Beine aus. Eine Stimme erklingt, doch niemand spricht. Die sterile Tonaufnahme im Habitus einer Stewardess begrüßt das Publikum zu einem Reisebericht.
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Live-Kritik: “Gier” aus Frankfurt

Verzweifeln, wüten und nach Sinn suchen

Isabella Roumiantsev hat sich an ein Stück von Sarah Kane gewagt. Die Frankfurter Regisseurin hat die zusammenhangslosen Texte und undefinierten Charaktere in einer rythmischen Inszenierung umgesetzt. Holger Hettinger “fand’s richtig toll”.

Kommentar: Holger Hettinger
Kamera: Angela Ölscher
Schnitt: Christoph Brüggemeier

Live-Kritik: “Der Fall M. – Eine Psychiatriegeschichte” aus München (Otto Falckenberg Schule)

“Des war gut, ne?”

Alles ist bedrückend und beengend an Florian Fischers Inszenierung “Der Fall M. – Eine Psychiatriegeschichte”. Am Ende fragt sich der Zuschauer: Was ist Verrückt-Sein? Wer ist M.? Sind wir M.? Könnte ich selber M. sein? Betrifft es mich? – Für unseren Kommentator David Pechmann ist “Der Fall M.” das bisherige Highlight des Festivals.

Kommentar: David Pechmann
Kamera: Angela Ölscher
Schnitt: Christoph Brüggemeier

Was uns am Samstag erwartet

n.a./ © Robert Sievert

n.a./ © Robert Sievert

Heute ist Psycho-Tag!

Sie haben ein ernsthaftes Problem – die Figuren der heute aufzuführenden Stücke: Sie verlieren die Kontrolle über ihr Leben. Unkontrollierte Gedankenfetzen machen sich im Kopf des Protagonisten aus “Gier” breit, während Elly im “Fall M.” damit umgehen muss, für verrückt erklärt worden zu sein. Mit einem quasi ferngesteuerten Paar, das alles für seine Außenwirkung tut, wird heute schließlich ein lange Theaterabend enden.
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